Circular Thinking

Kunststoffe als wesentlicher Teil unseres täglichen Lebens

Kunststoffe sind die Wertstoffe des 21. Jahrhunderts und lassen sich wie kaum ein anderes Material branchenübergreifend sehr vielfältig, effektiv und flexibel verarbeiten und zugleich ressourcenschonend wiederverwerten. Kunststoffe bieten Vorteile für Gesundheit, Nachhaltigkeit und Komfort. Sie tragen dazu bei, den Lebensstandard, die Hygiene und die Ernährung rund um die Welt zu sichern und verbessern. Seit geraumer Zeit stehen Kunststoffe und Kunststoffverpackungen in der Öffentlichkeit. Mangelnde oder nicht vorhandene Abfallsammelsysteme in weiten Regionen der Welt haben zu einer Vermüllung der Umwelt an Land und in den Gewässern geführt. Diesen Herausforderungen einseitig mit Verboten und emotionalen Negativkampagnen zu begegnen ist aus unserer Sicht falsch. Der Auf- und Ausbau von Wertstoffkreislaufsystemen und der ressourcenschonende Einsatz von Kunststoffen sind die richtigen Ansätze. Dazu gehören auch das Entwickeln und Umsetzen technischer Lösungen, wie wir es als Systemanbieter von Maschinen und Werkzeugen zur Verarbeitung von Kunststoffen bereits seit Jahren realisieren. Sich Abwenden von Kunststoffen hin zu vermeintlich ökologisch besseren Alternativen ist nicht in jedem Fall die bessere Wahl, es dient leider oftmals nur der Gewissensberuhigung. Mit dieser Seite möchten wir zu einer Versachlichung der Thematik beitragen und Impulse geben für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen.

Anteil der Kunststoffe am Gesamt Erdöl- und Erdgasverbrauch in Westeuropa und Deutschland

Nur ca. 1,8 % des Verbrauchs an Erdöl und Erdgas entfallen auf Verpackungen.

Quelle: Conversio 2018
Quelle: Conversio 2018

Verantwortungsvoller Umgang mit Kunststoffen

Im Jahr 2018 rückten Kunststoffe und die Kunststoffindustrie mehr und mehr in den öffentlichen Fokus. Insbesondere Kunststoffverpackungen stehen seitdem für Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung. Dabei sind Kunststoffe vielfältige und nützliche Problemlöser für die Herausforderungen unserer Gesellschaft. Aber nicht alles im Alltag läuft gut bei unserem Umgang mit Kunststoff. So manches Produkt landet nach der Nutzung, allzu achtlos entsorgt, in der Umwelt. Dies betrifft Verpackungen und Einwegprodukte aus Kunststoff, die aktuell vonseiten der europäischen Politik besonders im Fokus stehen. Dabei wird oft vergessen, dass diese Kunststoffanwendungen über wichtige Vorteile verfügen:

Weniger Lebensmittelverluste, Portionierbarkeit, Mehrwegnutzung, geringer Materialeinsatz, positive Umweltbilanz (positiver ökologischer Fußabdruck, da positive CO2-Bilanz) und vieles mehr. Plastik ist zum Schlagwort geworden für Minderwertiges, Künstliches und Schädliches. Dabei ist eine klare Sicht dringend geboten. Kunststoff an sich ist nicht das Problem. Im Gegenteil, das Material ist vielmehr Teil vieler, nicht selten lebenswichtiger Lösungen.

Länger haltbar dank Kunststoff

Quelle: Flexible Packaging Association (FPA)
Quelle: Flexible Packaging Association (FPA)

"Wenn die Verbraucher eine gewisse (Frische-)Auswahl wollen, kommen Sie ohne Verpackung
nicht aus."

Ulf Kelterborn, Hauptgeschäftsführer der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Sammeln, wiederverwerten, im Kreis führen

Lösungen gegen die Vermüllung der Umwelt sind gleichermaßen einfach wie komplex: Kunststoff ist zu schade zum Wegwerfen. Auch die Europäische Kommission hat dies erkannt und deshalb Anfang des Jahres 2018 eine Kunststoffstrategie vorgelegt, um erste Ansätze zu schaffen, Kunststoffe besser im Kreislauf zu führen.

Zunächst haben Europaparlament und Rat in 2018 Verbote zum Inverkehrbringen von sogenannten „Einwegplastikartikeln“ beschlossen: Plastikbesteck und Rührstäbchen, Strohhalme, Becher oder Wattestäbchen dürfen nach diesen Plänen künftig nicht mehr aus Plastik angeboten werden. Die europaweit einheitliche Umsetzung ist noch unklar. Das Bundesforschungsministerium wiederum hat 35 Millionen Euro ausgelobt für Untersuchungen zu „Plastik in der Umwelt“ im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“. Ziel ist es, wissenschaftliche Verfahren, Methoden, Instrumente und Begriffe rund um Plastik in der Umwelt zu entwickeln und zu etablieren.

 

Circular Thinking bei ILLIG

 

  1. Recyclingfirmen bereiten den Rohstoff Kunststoff auf
  2. Aus Kunststoffgranulat können verschiedene Halbzeuge wie Platten und Rollware produziert werden
  3. ILLIG Kunden stellen daraus Produkte und Anwendungen her
  4. Verbraucher und Unternehmen nutzen die Produkte und entsorgen sie anschließend
  5. Verbraucher trennen die Verpackungen sortenrein
  6. Entsorgungsbetriebe liefern den Wertstoff Kunststoff zum Recyceln an Firmen

„Ich glaube nicht, dass Kunststoffe schnell ersetzt werden können. Kunststoff-Verpackungen haben viele Vorteile: Sie sind sehr dünn, leicht und weisen Barriere-Eigenschaften auf.“

Sven Sängerlaub,
Manager am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising (Quelle: dpa)
Quelle: PlasticsEurope
Quelle: PlasticsEurope

50 % aller verpackten Waren sind in Kunststoff verpackt

Alle Kunststoffverpackungen zusammen machen aber nur 17% des Gesamtgewichts aller Verpackungen aus

ILLIG bietet technisch nachhaltige Lösungen

Nicht erst seit den öffentlich geführten Diskussionen ob Kunststoffverpackungen sinnvoll sind oder einfach nur die Meere verschmutzen, entwickelt ILLIG technische Möglichkeiten, das auf seinen Maschinen- und Werkzeugsystemen zu verarbeitende Material Kunststoff so nachhaltig wie möglich einzusetzen. Dazu nutzen wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel und Informationen, um die Prozess- und Wertschöpfungsketten von Verpackungsdesign, Materialauswahl, Werkzeug- und Maschinenkonstruktion nachhaltig zu gestalten.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der Verpackungsentwicklung und unterstützten damit Packmittelhersteller beim Design4Recycling. Von der ersten Produktidee bis zur Umsetzung des passenden Werkzeugs und Produktionssystems sind zahlreiche Anforderungen zu erfüllen. Mit unseren Kunden arbeiten wir in diesen Prozessen zusammen und bieten unsere Entwicklungsleistungen für thermogeformte Verpackungen an. Alles aus einer Hand. ILLIG betrachtet die Entwicklung einer thermogeformten Verpackung nachhaltig von der Entstehung bis zur Wiederverwertung und berücksichtigt bei der Materialwahl die Möglichkeiten des optimalen Verpackungs-Recyclings.

Zusammenarbeit mit dem Materialhersteller BASF:  Nachhaltige Verpackung aus biologisch abbaubarem Kunststoff ecovio®.

Eine einseitige Problematisierung von Werkstoffen sowie Verbote helfen unserer Ansicht nach nicht weiter. Vielmehr muss ein Umdenken von der Wegwerfmentalität hin zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft stattfinden. Die Vorschläge der EU-Kommission dazu gehen bereits in die richtige Richtung und sollten das Ziel gemeinsamer Anstrengungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene sein. Die Kunststoffindustrie leistet hierzu ihren Beitrag und ist schon heute in zahlreichen Initiativen und Projekten überall auf der Welt aktiv.“

Dr. Rüdiger Baunemann (†),  2019 Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland e. V.

ILLIG Pactivity®

Kunden beraten wir hinsichtlich optimaler Verpackungslösungen. 2017 haben wir dies unter dem Begriff „Pactivity® 360° Maßgeschneiderte Verpackungsentwicklung“ anlässlich der globalen Leitmesse der Verpackungsbranche Interpack zukunftsweisend vorgestellt. Verpackungsentwicklung betreiben wir schon lange, damals haben wir diesen Bereich definiert und geschärft, und diese Marke geschaffen. Wie sich heute zeigt, sind die Pactivity®-Themen – ressourcensparende und rezyklierbare Verpackungen, Einstoffverpackungen, Verarbeitung von Rezyklaten, Upcycling sowie das Thermoformen biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoffe – hochaktuell. Insbesondere die weltgrößte Kunststoffmesse K im Oktober wird alle diese Themen vielfältig aufgreifen.

360° Maßgeschneiderte Verpackungsentwicklung im Thermoformen

Von der Verpackungsidee zur Verpackung bis zum Produktionssystem

Weiterhin hohe Standards schaffen

Ein Leben wie wir es in den Industrieländern kennen mit hohen Standards in der Lebensmittelsicherheit und -versorgung, der Medizin und Hygiene, Infrastruktur und Logistik, Verkehr und Energie wird ohne den vielfältigen Einsatz von Kunststoffen und Kunststoffverpackungen schwer möglich sein. Über unseren Tellerrand hinausblickend ist zu erkennen, dass insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern der Nachholbedarf an Kunststoffverpackungen aufgrund der sicheren Versorgung hoch ist.

Quelle: PlasticsEurope
Quelle: PlasticsEurope

ILLIG entwickelt neue nachhaltige IML-T® Anwendung

Insbesondere in Verbindung mit der von ILLIG entwickelten IML-T®-Technologie sind zahlreiche neue Verpackungsvarianten entstanden wie die vorgestellte Kunststoff-Karton-Verbund-Packung IML-T® Cardboard. Die Anwendung wurde speziell für die neuen „Circular Thinking“-Marktanforderungen entwickelt und ist auf ILLIG-Systemen herstellbar. Wir haben bei der Entwicklung darauf geachtet, das Gute zu bewahren, die bestehende Technik zu schärfen und neue Aspekte aufzunehmen. Vorteil der Verpackung ist das leichte Trennen zwischen Kunststoff und Karton. Dies ermöglicht ein optimales Recycling. Ein weiterer Vorteil aus der ILLIG Welt ist die Herstellung von Vollkartonblistern auf ILLIG Verpackungssystemen.

Pactivity® schließt auch ein, dass ILLIG für die jeweilige Verpackung das optimale Produktionssystem konfiguriert oder neu entwickelt. In diesem Entwicklungsprozess erhalten die Werkzeugsysteme in den Anlagen eine zunehmende Bedeutung. ILLIG-Produktionssysteme zeichnen sich durch eine hohe Verfügbarkeit aus und enthalten viele Möglichkeiten zur Prozessüberwachung und -regelung. Zahlreiche Pa     erkzeugsysteme können die Ausbringung des Gesamtsystems zusätzlich steigern. ILLIG hat daraus ein durchgängiges Werkzeugkonzept TOOLSYS® abgeleitet.

„Seit Jahrzehnten bauen wir flexible Maschinen- und  Werkzeugsysteme, welche das Herstellen effizienter recyclingfähiger Verpackungsanwendungen ermöglichen.“

Karl Schäuble, Geschäftsführer  ILLIG 
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ILLIG entwickelt als Technologieführer

stetig neue Lösungen

Optimierte Verpackungen können den Rohstoffeinsatz reduzieren und recyclinggerecht ausgeführt werden. Insbesondere thermogeformte Verpackungen sind dünnwandig, ressourcenschonend und wirtschaftlich herstellbar. Neben den klassischen Kunststoffen ist der Einsatz alternativer und neuer Materialen im Thermoformen technisch zu realisieren. Aktuelle ILLIG Thermoform-und Werkzeugsysteme verarbeiten zum Beispiel biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe, Rezyklate sowie Materialkombinationen zu qualitativ hochwertigen, sicheren und recycelbaren Produkten für den globalen Markt.

Up-Cycling Entwicklungsprojekt

In Kooperation mit zwei Unternehmen hat ILLIG ein Up-Cycling-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Es gelang aus wertarmen bunten PET-A Flaschenflakes eine hitzestabile rPET-C-Folie zu extrudieren und auf ILLIG Thermoformern zu hochwertigen Menüschalen zu formen. Dieses Verfahren ist technisch problemlos umsetzbar und schließt eine Lücke im PET-Wertstoff-Kreislaufsystem.

Spitze! ILLIG gehört zu Deutschlands Innovationsführern

Das unabhängige F.A.Z.-Institut, eine Tochtergesellschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat ILLIG mit dem Zertifikat "Deutschlands Innovationsführer" ausgezeichnet. Hierzu wurden die Patentanmeldungen von 33.000 in Deutschland tätigen Unternehmen hinsichtlich Anzahl und Relevanz analysiert. ILLIG Maschinenbau sticht in dieser Studie hervor und gehört zur Spitzengruppe der innovativen Unternehmen in Deutschland!

Mit ILLIG als Systempartner sind Spezialisten in der Kunststoffbranche weltweit langfristig gut aufgestellt. Mit ILLIG "Circular Thinking" in die Zukunft. Sicher ist sicher!

ILLIG produzierte auf einer UA-Plattenformmaschine eine nachhaltige Obstschale aus dem bioabbaubaren Kunststoff ecovio® der BASF SE.

Information zu Mikroplastik

Kunststoffpartikel von 0,1 Mikrometer bis 5 Millimeter Größe bezeichnet die Stiftung Warentest als Mikroplastik – und folgt damit der Definition der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa).

Mikroplastik gelangt in Deutschland aus mindestens 51 verschiedenen Quellen in die Umwelt. Die größte Quelle der kleinen Partikel ist der Kraftfahrzeugverkehr. Doch auch wer zu Fuß geht, hinterlässt Mikroplastik – als Abrieb der Schuhsohlen. 

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